Kabelkonfektion

 

 
Bei diesem Projekt für eine städtische Kanalreinigungs-Fahrzeugflotte mit 11 Fahrzeugen war folgende Situation gegeben:

Die Fahrzeuge waren alle mit Laptops zur Kanalnetzdarstellung und Datenaufzeichnung der Reinigungssysteme ausgestattet. Der Laptop war wärend der Fahrt Frontablage abgelegt und wurde im Einsatz in der Regel auf den Oberschenkeln des Bedieners abgestellt. Bei hektischen Einsätzen kam es auch schon mal vor, dass der Bediener ausgestiegen ist, ohne an den Laptop zu denken. Der ging dann über Bord und stürzte auf die Strasse.
Desweiteren musste der Laptop Abends mit in die Zentrale genommen werden, um die aufgezeichneten Daten des laufenden Tages und die Einsatzkarten des nächsten Tages zu übertragen. Ebenfalls erfolgte dort die Ladung der Laptopbatterie.
Im Winter benötigte die Fahrzeugbatterie ebenfalls des öfteren eine nächtliche Aufladung per Ladegerät.

Also gab es folgende Anforderungen an das Projekt:

1. Die Laptops müssen sicher verstaut werden und für den Einsatz schnell und problemlos verfügbar sein.
2. Die Datenübertragung und Batterieladung des Laptop sollte bei fest installiertem Laptop im Fahrzeug und ausgeschaltetem Motor möglich sein.
3. Die umständliche Batterieladung im Winter sollte entfallen.

Eine optimale Lösung wurde in Verbindung mit der
Firma HF Hebetechnik-Fahrzeugbau GmbH erarbeitet:
Es galt also möglichst ein Kabel zu finden, dass gleichzeitig Netzwerk und auch Strom übertragen kann.
Mittels eines Hybridkabels mit 4 Adern für ein 100 Mbit Netzwerk und 4 Adern 1,5 mm² für die Batterieladung war die Lösung gefunden. Passende Hybridstecker und eine Hybrid-Wanddurchführung waren ebenfalls erhältlich.
Als erstes wurden die Laptops fest auf einem schwenkbaren Möbelauszug im Fahrzeug montiert.
Dann wurde die Verbindung der Laptops zur Schnittstelle der Reinigungseinheit über ein 4 Meter langes serielles Kabel mit Subminiatur Rundsteckverbinder hergestellt.

Der Netzwerkanschluss des Laptops wurde über 10 Meter langes Netzwerkkabel, geschützt durch ein Kunststoff-Isolierrohr, zu einer an der Fahrezeugaussenseite angebrachten spritzwasser geschützten, aufklappbaren Box hergestellt, in dieser die Hybrid-Wandduchrchführung montiert wurde.
In der Tiefgarage wo die Fahrzeugflotte abgestellt wird, wurde ein Batterieladegerät installiert.
Die Netzwerkdose zur Zentrale war bereits vorhanden.
In einer Abzweigdose wurde der Anschluss der Ladegerätes und eines Patchkabel an das Hybridkabel realisiert.
Nun konnte mit dem 10 Meter langen Hybridkabel einfach eine Verbindung zum Fahrzeug hergestellt werden, die gleichzeitig die Batterieladung und die Datenübertagung vom Laptop sicher stellte.
Nach einem 4 wöchigem Probebetrieb an 2 Fahrzeugen sollen die restlichen 9 Fahrzeuge ebenfalls umgerüstet werden.
 

 

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